Performance-Check: Düsseldorfer EG
Erstellt von compoundbow83 am 20.02.2025 11:46:08 Uhr | Kategorie Adler Mannheim

Beim jüngsten Aufeinandertreffen zwischen der DEG und unseren Adlern war es am Ende eine klare Angelegenheit. Mit 6:0 behielten die Jungs um Kapitän Marc Michaelis die Oberhand und sicherten sich den dritten Sieg im dritten Spiel. Was sich in der Zwischenzeit bei den Düsseldorfern getan hat, beleuchten wir in unserem Performance-Check.


Form: Die Alarmglocken läuten im Umfeld der DEG. Denn seit einer Woche zieren die Rheinländer wieder das Tabellenende der PENNY DEL. Damit hängt das Thema Abstieg direkt über dem Traditionsclub. Was die Stimmung derzeit noch ein wenig aufhellt: Bei einer weniger ausgetragenen Partie ist man nur zwei Punkte hinter dem Tabellenvorletzten und hat auf Rang zwölf nur drei Zähler Rückstand. Die Tendenz ist aber negativ. Fünf Niederlagen in Folge setzte es zuletzt. Gegen München konnten die Rheinländer sich bei der knappen 1:2-Niederlage noch teuer verkaufen, auch beim 3:5 im Derby gegen Köln waren die Düsseldorfer nicht chancenlos. Das 3:6 gegen Mitabstiegskandidat Iserlohn war dagegen extrem schmerzhaft, das 2:10 in Berlin ein Debakel. Gegen Ingolstadt am gestrigen Mittwoch zog sich die Mannschaft von Cheftrainer Steven Reinprecht trotz eines zwischenzeitlichen 0:3-Rückstandes noch achtbar aus der Affäre, verlor am Ende knapp mit 2:3.


Torhüter: Henrik Haukeland ist mit über 2.200 Einsatzminuten ligaweit der zweitfleißigste Schlussmann. Der Norweger war in den letzten Jahren die Lebensversicherung der DEG. Allerdings ist auch der 30-Jährige in dieser Saison immer öfter chancenlos. Mit einer Fangquote von 89,77 Prozent und einem Gegentorschnitt von 3,38 ist Haukeland weit von seinen starken Statistiken der Vorjahre entfernt. Steht derweil Backup Nikita Quapp zwischen den Pfosten, gelang Düsseldorf in dieser Spielzeit noch kein Sieg. Die Fangquote von 86,96 Prozent und der Gegentorschnitt von 4,08 sprechen eine deutliche Sprache.


Verteidigung: Egal, unter welchen Umständen: Eine zweistellige Anzahl an Gegentoren will keine Mannschaft kassieren. Insofern war das 2:10 gegen Berlin eine Deklassierung. Mit insgesamt 171 Gegentoren präsentiert sich das Team von Cheftrainer Steven Reinprecht als Schießbude der Liga. Zwar schalten sich vor allem Kyle Cumiskey und Paul Postma immer wieder in die Offensive mit ein, beide stehen aber auch bei vielen Gegentreffern auf dem Eis. Ob Alec McCrea, der am Mittwoch noch aus privaten Gründen fehlte, wieder mitmischen wird, entscheidet sich kurzfristig. Oliver Mebus wird aufgrund eines Fußbruchs noch mehrere Wochen fehlen.


Sturm: Brendan O´Donnell ist weiter Dreh- und Angelpunkt des Düsseldorfer Offensivspiels. Mit 16 Toren ist der Kanadier der treffsicherste Schütze, keiner steuerte mehr Vorlagen bei (23). Auch Tyler Gaudet müht sich weiter redlich, brauchte für seine inzwischen 30 Punkte lediglich 29 Spiele. Am vergangenen Wochenende konnte endlich Rick Schofield lizenziert werden, der in dieser Saison aufgrund einer Verletzung bislang zum Zuschauen verdammt war. Ob er aber dem mit 111 Treffern harmlosesten Sturm der Liga in den letzten Hauptrundenwochen nochmals Leben einhauchen kann, bleibt abzuwarten.


Special Teams: Passend zur tabellarischen Situation pendeln sich auch die Special Teams im Tabellenkeller ein. Zwar kann man im Powerplay noch drei Teams hinter sich lassen, 18,55 Prozent Erfolgsquote sind aber wahrlich kein rühmlicher Wert. In Unterzahl belegen lediglich die beiden weiteren Abstiegskandidaten aus Augsburg und Iserlohn schlechtere Plätze, aber auch hier sind 74,26 Prozent in jedem Fall kein Ruhmesblatt.


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Quelle: www.adler-mannheim.de