Performance-Check: Augsburger Panther
Erstellt von compoundbow83 am 15.02.2025 20:08:51 Uhr | Kategorie Adler Mannheim
Am zweiten Weihnachtsfeiertag trafen die Adler zuletzt auf die Panther aus Augsburg. Mit 4:1 behielt die Mannschaft von Cheftrainer Dallas Eakins im Curt-Frenzel-Stadion die Oberhand. Es war der dritte Sieg im dritten Vergleich. Was sich seither bei den Fuggerstädtern getan hat, beleuchten wir in unserem Performance-Check.
Form: Mal wieder, muss man sagen, steckt Augsburg mitten im Abstiegskampf. Bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten waren die Panther sportlich abgestiegen, blieben nur aufgrund des Fehlens eines DEL2-Aufsteigers in der PENNY DEL. Die Situation ist demnach keine neue für die bayerischen Schwaben. Das Positive in diesem Jahr: Der AEV ist acht Spieltage vor Ende der Hauptrunde noch in der Lage, das Blatt zu wenden. Denn mit Iserlohn und Düsseldorf kämpfen zwei weitere Teams mit ähnlichen Voraussetzungen um den Klassenerhalt. Und: Der Trend war zuletzt positiv. Vor der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen am Freitag in Frankfurt gewann das Team von Trainer Larry Mitchell drei Partien in Folge, konnte Straubing, Wolfsburg und Schwenningen besiegen.
Torhüter: Es überrascht wenig, dass die Zahlen der Panther nicht die besten sind. Die Panther haben mit 160 Gegentoren mittlerweile die zweitmeisten Gegentreffer kassiert. Schlussmann Markus Keller kann nach 14 Einsätzen eine Fangquote von 89,82 Prozent vorweisen, die 3,44 Gegentore im Schnitt sind aber selbstredend deutlich zu viel. Nummer-eins-Schlussmann Strauss Mann ist auf ähnlichem Niveau unterwegs, hält 89,84 Prozent aller Schüsse und kassiert im Schnitt 3,42 Tore pro Spiel.
Verteidigung: Keiner der acht eingesetzten Verteidiger steht bei einer positiven Plus-/Minus-Bilanz. Zwar hat sich Thomas Schemitsch, der gegen die Adler noch gesperrt fehlen wird, zuletzt als torgefährlicher präsentiert und mit 14 Vorlagen auch einen nicht unerheblichen Teil zur Offensive beigetragen, allerdings sprechen die -15 eine deutliche Sprache.
Sturm: T.J. Trevelyan und Riley Damiani werden in dieser Saison nicht mehr eingreifen können. Immerhin stand D.J. Busdeker am vergangenen Freitag in Frankfurt wieder im Lineup. Dennoch schmerzt jeder Ausfall in der Offensive gleich doppelt, denn mit 117 Treffern ist der Angriff des AEV der zweitharmloseste der Liga. Lediglich vier Spieler haben eine zweistellige Torausbeute, mit 14 erfolgreichen Abschlüssen ist Chris Collins der treffsicherste Akteur im Team. Cody Kunyk, der lange verletzt fehlte, sorgt ebenfalls regelmäßig für Unruhe vor dem gegnerischen Gehäuse, steht nach 26 absolvierten Partien bei 21 Scorerpunkten. Die interne Scorerliste führt der Finne Anrei Hakulainen mit acht Toren und 17 Vorlagen an.
Special Teams: Mit 17,42 Prozent Erfolgsquote im Powerplay und nur 74,24 Prozent Unterzahlquote rangieren die Panther in beiden Kategorien auf dem letzten beziehungsweise vorletzten Platz. Hinzu kommt, dass Augsburg die zweitmeisten Strafen aller Clubs bekommt. Interessant: Mit fünf Toren in eigener Unterzahl haben die Panther gemeinsam mit Schwenningen die meisten Treffer in numerischer Unterlegenheit erzielt, mit sechs Gegentoren bei eigener Überzahl aber hinter Köln und gemeinsam mit Wolfsburg die zweitmeisten Treffer in numerischer Überlegenheit kassiert.
Quelle: www.adler-mannheim.de